Die Geschichte des historischen Biergarten Stuttgart Hedelfingen
Erstmals genannt wurde Hedelfingen im Jahr 1246. Die Gemeinde wurde im Zuge der Verwaltungsreform des Landes Württemberg 1818 zum Oberamt Cannstatt zugeteilt, das bis zu seiner Auflösung Teil des Neckarkreises war.
Am 1. April 1922 wurde die Weinbaugemeinde nach Stuttgart eingemeindet und dann als Stadtteil geführt. Im Süden grenzt Esslingen-Weil an Hedelfingen, im Westen - schon auf der Filderebene - Stuttgart-Heumaden gefolgt von Wangen im Norden, gegenüber am rechten Neckarufer liegen Untertürkheim und Obertürkheim.
Hedelfingen ist heute ein aktiver Weinbauort mit viel Grün und großer Tradition. Bei der Einteilung der Stadt Stuttgart in Stadtbezirke im Jahre 1956 wurde der Stadtteil Hedelfingen mit dem ab 1922 entstandenen und ursprünglich zur Gemarkung Heumaden gehörigen Stadtteil Lederberg (mit Heumaden 1937 eingemeindet) und dem am 1. April 1937 nach Stuttgart eingemeindeten Stadtteil Rohracker zum Stadtbezirk Hedelfingen vereinigt. Bei der Neugliederung der Stuttgarter Stadtteile zum 1. Januar 2001 wurde vom Stadtteil Hedelfingen ein weiterer Stadtteil Hafen abgetrennt. Hier liegt der Großteil des 1958 eröffneten Stuttgarter Neckarhafens.
Im Jahre 1910 lebte ein Zimmermann in dem Gebäude an der Amstetter Straße 3 und fertigte für seine Auftraggeber Dachstühle im Garten . An schönen Feiertagen wurde der beliebte Zimmermann von Freunden und Bekannten besucht und sie begannen, die unfertigen Dachbalken als Sitzgelegenheit zu nutzten und suchten Schatten unter einer 100 Jahre alten Kastanie. Nach und nach kammen immer mehr Besucher und Fremde zu der gemütlichen Runde und alsbald entschloss sich die Brauerrei Dinkelacker, an Feiertagen und Sonntags, Bierfässer mit Pferdefuhrwerken von Stuttgart nach Hedelfingen zu liefern. So entstand der Garten in dem es Bier gab. Im Laufe der Zeit entwickelte sich ein beliebter Treffpunkt für gemütliche Runden und es wurde g'feschpert und getrunken.
Im Jahre 1994 wurde der Biergarten komplett renoviert, saniert und mit modernen Kühl- und Küchengeräten ausgestattet. Der Zimmermann ist nicht mehr vor Ort aber 4 Zeitzeugen. Eine Kastanie mit ca. 200 Jahren Alter, die schon damals Schatten spendete. Der Zimmermann pflanzte dann selbst noch weitere 3 Kastanien und etwas später eine Linde. Alle 4 Bäume spenden auch heute noch wohltuenden Schatten.